Stoklassa Racing

 

Rennberichte

 

Rallycross-ÖM: Sedlcany | 01.07.2009Führung verteidigt, Auto beschädigt

Mit dem Einzug ins B-Finale zeigte Michael Stoklassa, dass man auch in einem heckgetriebenen BMW 325i gegen die frontgetriebene Armada bestehen kann.

Die Strecke in Sedlcany präsentierte sich dank extremer Regenfälle sehr feucht und rutschig, also in einem Zustand, der dem schweren Bayern nicht wirklich Vorteile verschafft. Dank dem Auftrocknen der Asphalt-Teile des Rundkurses in Tschechien und der richtigen Reifenwahl konnte sich Stoki in jedem der drei Vorläufe steigern. Es war also nur noch Formsache, den BMW über die Ziellinie und damit weiter auf dem Weg zum diesjährigen Klassensieg zu fahren.

Noch vor dem Start zum hochkarätig besetzten B-Finale der Division 4 war klar, dass Stoklassa die Führung in der Klasse über 2.000 ccm durch die Qualifikation für die Finalläufe erfolgreich verteidigt hatte. Zweimal durchfuhr Stoki sehr zur Freude des Publikums die sehr schnelle Start-Ziel-Passage auf zwei Rädern. Bei der dritten Durchfahrt war Stoki durch den vom vor ihm fahrenden Tschechen Jan Talas die Sicht genommen, und er lenkte eine Spur zu früh ein: Der BMW wurde von der seitlichen Streckenbegrenzung abrupt gebremst, einen Meter in die Luft geschleudert und kam seitlich liegend zum Stillstand. Stoklassa konnte dem BMW unverletzt entsteigen, der Wagen ist aber irreparabel beschädigt.

Viel Arbeit in den nächsten vier Wochen, denn Anfang August heißt es "Sedlcany, wir kommen wieder"!

Rallycross-ÖM: Mariapocs | 23.06.2009

Viel Pech für Stoklassa RacingMit Klaus Freudenthaler im Konvoi landete Stoklassa-Racing in Mariapocs, knapp vor der ukrainischen Grenze im Osten Ungarns.

Unmittelbar nach der Ankunft und dem Aufbau der Zelte machte man sich auf zur Streckenbesichtigung des voll ausgeleuchteten Rabocsi-Rings, da unter diesen nächtlichen Bedingungen am Samstag die Finalläufe stattfinden sollten.

Das freie Training am Samstag diente dem Kennenlernen der Strecke. „Die engen Winkel passen nicht sehr zu meinem heckgetriebenen BMW, die schnellen Asphaltpassagen dafür umso mehr“ gab sich Stoki wenig optimistisch.

Dank sauberer Linie und mit viel Einsatz fuhr er im offiziellen Zeittraining auf den 3.Gesamtplatz in der Division 4, die Klassengegner waren eindrucksvoll geschlagen.

In den Vorläufen spielten Gabor Bankuti jr. (Peugeot 205), Tomasz Hurt (Peugeot 206) und Klaus Freudenthaler die Vorteile ihrer frontgetriebenen Fahrzeuge voll aus, mit dabei an der Spitze der giftgrüne BMW. Nach harten aber fairen Duellen konnte sich Stoki die pole im B-Finale sichern.

Bei Flutlicht und unter dem Jubel der Zuschauer übernahm Stoklassa sofort die Führung, hart bedrängt von Joszef Berke im extrem schnellen Lada und Reinhard Schellenbacher, der seinen Opel Corsa immer besser in den Griff bekommt. Vier Runden lang führte Stoki dank fehlerfreier Fahrt das Feld souverän an, der Aufstieg in das A-Finale war zum Greifen nah!

Exakt bei Start und Ziel auf dem Weg in die fünfte und letzte Runde starb der BMW ohne Vorwarnung ab, Stoklassa musste tatenlos mit ansehen, wie die Konkurrenten an ihm vorbeizogen. Als Ursache wurde am Tag nach dem Rennen eine defekte Benzinpumpe ausgemacht.

Dank seiner Leistung in den Vorläufen schaffte Stoklassa den zweiten Platz in der Klasse über 2-Liter und fährt am kommenden Wochenende als bester Österreicher in der Division 4 zum nächsten Lauf ins tschechische Sedlcany.

Rallycross-ÖM: Greinbach | 21.05.2009Der Spurstange zum Trotz: Platz 8

Viel Feind', viel Ehr': Michael Stoklassa bekam es mit 23 Gegnern zu tun und ließ beim ÖM-Lauf in Greinbach fast alle hinter sich.

Obwohl statt der angekündigten 87 Starter letztendlich nur 69 an den Start gingen, galt es, sich in der heuer extrem starken Division 4 gegen 23 Konkurrenten durchzusetzen.

Im freien Training, das am Samstag auf nasser Strecke ausgetragen wurde, ließ "Stoki" mit der drittbesten Zeit in der Division aufhorchen – geradezu meisterlich trieb er den BMW um den Kurs von Greinbach. Mit sauberer Leistung in den Vorläufen erreichte Stoklassa den direkten Einzug in die zweite Startreihe im B-Finale.

Nach einem turbulenten Start im Finale, in dem sich der Holländer Jo van de Ven im bärenstarken Ford Escort Turbo und Jiri Calda im Peugeot 206 über die Vorfahrt in der ersten Kurve nicht einig waren, fand sich Stoklassa an dritter Stelle liegend hinter Sohn und Vater Förster wieder, beide VW Golf. In der allerletzten Runde fand "Stoki" auch unter Anfeuerungsrufen des Publikums einen Weg an Richard Förster vorbei und übernahm die Führung, der Aufstieg in das A-Finale schien gesichert.

Runde hundert Meter vor der rettenden Ziellinie, beim letzten Übergang von Schotter auf Asphalt, machte die Technik alle Hoffnungen zunichte: mit verbogener Spurstange und in alle Himmelsrichtungen stehenden Vorderrädern musste Stoklassa tatenlos zusehen, wie erst Sven und dann auch noch Richard Förster an ihm vorbeifuhren.

Mit einem 8. Platz gesamt und dem 2.Platz in der Klasse über 2.000ccm kann Stoklassa dennoch sehr zufrieden sein, dürfen doch immerhin 17 Punkte in der Tabelle zur Rallycross-Staatsmeisterschaft eingetragen werden.

Weiter geht es in der ÖM am 20.Juni 2009 im ungarischen Mariapocs, vorher freuen wir uns aber auf die RX-Europameisterschaft am 6. und 7.Juni in Melk!

Perfekter Saisonauftakt

Nach Problemen am Samstag und einer Nachtschicht am neu aufgebauten BMW 325i lief es für Michael Stoklassa nahezu perfekt.

Nach dem zweiten Vorlauf noch auf Platz 9 in der Division 4 und damit Zweiter in der großen Klasse hinter Peter Freinberger, der das schwere BMW 635-Coupe sehr zur Freude des Publikums fliegen ließ, konnte sich Stoki durch einen tollen dritten Vorlauf auf den 8.Platz vorschieben.

Im B-Finale musste sich Stoki lediglich dem Tschechen Karel Vaclavik im sehr schnellen VW Golf geschlagen geben, der Sieg in der Klasse über 2-Liter war ihm aber nicht mehr zu nehmen.

"Mit den richtigen Reifen fahre ich im A-Finale", das war das Fazit, das Stoki aus dem ersten Lauf zur Staatsmeisterschaft zog, "Beim ersten Einsatz gleich aufs Siegertreppchen steigen ist mehr, als ich erwartet habe. Jetzt kenne ich die Schwachstellen am Auto und kann sie bis zum nächsten Lauf in Greinbach verbessern“ gibt er sich optimistisch.

Vorerst gilt es, dem BMW wieder seine ursprüngliche Form zu geben, nachdem sich Polyesterteile im Zweikampf um die Plätze im Finale gleichmäßig am Nordring verteilt haben.

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